Wer ist Sebi Vorsitzender

“Die Kickers stellen sich vor” (Teil 1)

Interview mit Sebastian Klaus (1. Vorsitzender)

In den nächsten Monaten werden sich Vorstände und Trainer unter der Beitragsreihe “Die Kickers stellen sich vor” Euren Fragen stellen. Gerne könnt Ihr Frage unter [email protected] an uns richten .

Den Anfang macht unser 1. Vorsitzender Sebastian Klaus:

Wer bist Du und welchen privaten und beruflichen Background hast Du?
Ich bin Sebastian Klaus, bald 45 Jahre alt. Seit 2007 wohne ich hier in Reichelsheim, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Beruflich findet man mich in der digitalen Welt wieder.

Wie bist Du zum Kinderfußball gekommen?
Mein Sohn war vier Jahre alt, als er auf die Idee gekommen ist, Fußball regelmäßig – also in einem Verein zu spielen. Mittlerweile ist er sieben Jahre alt und bei uns in der F-Jugend ein aktiver Kicker. Anfangs saßen meine Frau und ich als Eltern dabei – nach gut einem Jahr wurde ich gefragt, ob ich nicht ins kleine Trainerteam mit einsteigen möchte.

Warum nun bin ich erster Vorsitzender der Kickers geworden?
Nun, Familien und insbesondere Kinder drohen in unserer Gesellschaft eine nicht gern gesehene Minderheit zu werden. Auch im Fußball ist es leider so, dass der Focus auf den Profis bzw. hier im Amateurbereich auf den Herrenmannschaften liegt. Dies wollte ich so nicht hinnehmen, wollte den Kinder- und Jugendfußball und dessen Förderung aktiv mitgestalten.

Hinter Dir steht ein ganzes Team von Menschen, die Dich unterstützen. Wie kann man sich die Arbeit bei den Kickers aktuell vorstellen?
Bei den Kickers besteht der erstmalig gewählte Vorstand aus insgesamt 10 tollen Menschen, die den gleichen Antrieb und die gleichen Vorstellungen haben. Die Vereinsgründung haben wir in wenigen Wochen auf die Beine gestellt. Das war ein echter “Husarenritt”. Viel haben wir angestoßen, viele Gespräche geführt und natürlich auch weiterhin den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten.
Jeder im Vorstand arbeitet mit jedem gerne zusammen, vieles läuft “hinter den Kulissen” – jedoch ziehen wir alle an einem Strang. Hallenzeiten, Trainingsspiele, Sponsoren, Gespräche mit externen Trainern und “Gäste-Coaches”, Meetings mit dem Hessischen Fußball-Verband, dem Landessportbund – all das muss koordiniert und vor allem auch gemacht werden. Gespräche mit Ämtern und Behörden. Auch wenn es aktuell viel Zeit und Kraftkostet. Wir machen es alle sehr gerne.

Wie war die Resonanz in Deinem näheren Umfeld auf die Kickers? Wie war Deiner Meinung nach die Reaktion in Reichelsheim und Umgebung zur Gründung?
Aus dem gerade genannten Gründen war die Resonanz entsprechend – gerade bei den Eltern der G- und F-Jugend – toll. Hier werden wir super unterstützt. Vor allem in der Zeit, in der wir weder Liga- noch Freundschaftsspiele machen können, sind sie voller Elan dabei und unterstützen uns wo es geht. Auch die Stadt Reichelsheim, aber auch befreundete Vereine helfen, wo es geht.
Ganz toll ist die Reaktion der heimischen Wirtschaft. Hier werden wir und unser Konzept der Kickers Horlofftal sensationell unterstützt.
Natürlich haben wir auch Gegenwind erhalten – das gehört aber offensichtlich dazu und spornt uns eher an, als dass es uns verzweifeln lässt.

Wie siehst Du die Entwicklung des Kinder/Jugendfußballs?
Aktuell hat der Fußball – und das hat wenig mit der verkorksten WM zu tun -erstmalig ein Nachwuchsproblem. So sehe ich es zumindest. Immer weniger Kinder machen aktiv Sport, sitzen lieber am Rechner, sind weniger draußen als früher. Das ist ein generelles Problem. Zudem haben andere Sportarten mächtig aufgeholt und werben ebenso um die Kinder und Jugendlichen. Das sieht man auch an der immer größeren werdenden Zahl der Spielgemeinschaften – nicht nur hier in der Region. Und genau hier setzen wir an.

Wo siehst Du die Unterschiede vom Breitensport und Leistungsbereich und warum wollen die Kickers beides abdecken?
In erster Linie geht es uns als Trainern darum, dass die Kids Spaß haben. Spaß haben an Bewegung, Spaß am spielen und am Miteinander spielen. Wir fördern und fordern so nicht nur die physische Entwicklung, sondern auch die Psychische. Mit dem gezielten Focus auf den Kinder- und Jugend-Fußball konzentrieren wir uns auf die Kids, bieten altersgerechtes Training in kleinen Gruppen und natürlich auch die Teilnahme an Liga- und Turnier-Spielen.

Die Kickers wurden in nur wenigen Wochen aus der Taufe gehoben. Wie habt ihr das geschafft und wo liegen aktuell noch die Herausforderungen?
Diese Frage stellen wir uns im Vorstand auch gerade. So ganz genau wissen wir nicht, wie wir das geschafft haben, da es ja auch nicht von langer Hand geplant war. Alle Hausaufgaben sind gemacht. Plätze und Hallenzeiten, Training, Trainingsspiele, interne Turniere. Der Betrieb läuft also. Zudem sind alle notwendigen Unterlagen beim Hessischen Fußball-Verband und Landessportbund eingereicht. Das Ganze haben wir rechtlich vorab zusätzlich noch prüfen lassen. Aktuell warten wir hier auf die Zulassung und die Aufnahme in die Verbände. Sobald dies geschehen ist, muss der Kreisverband noch zustimmen, so dass wir dann zur kommenden Saison in den Liga-Betrieb einsteigen werden. Dies gilt für alle dann gemeldeten Mannschaften der Kickers Horlofftal 2018 e.V..

Was sind die nächsten Schritte und Pläne für die Zukunft?
Zuerst einmal nutzen wir die Weihnachtstage zum auftanken. Ich glaube, das gilt für alle Beteiligten – und auch den dazugehörigen Partnern, denen wir eine ganze Menge abverlangt haben.
Zudem sprechen wir mit vielen Vereinen, die uns helfen, um dann zum Start hin Freundschaftsspiele und Turniere angehen zu können. Auch dies bedarf vieler persönlicher Gespräche der Trainer und des Vorstandes. Und – ganz wichtig – natürlich suchen wir immer mehr Trainer und Betreuer, die uns unterstützen. Die Zahl der Kinder nimmt aktuell fast täglich zu.

Wo siehst Du die Kickers in 10 Jahren?
Ich hoffe, dass wir hier den Kindern und Jugendlichen von jetzt an ein fußballerisches Zuhause bieten können. Wenn wir es geschafft haben, Mannschaften von der G-Jugend bis zur A-Jugend zu stellen bzw. anbieten zu können, haben wir vieles richtig gemacht.