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Inkubator: Kapital und Unterstützung für Start-ups

Wann investiert ein Inkubator und in welcher Höhe?

Ein Inkubator investiert in der Regel schon sehr früh in der Entstehung eines Start-ups. Zunächst steht die Geschäftsidee im Fokus, die es dann zu entwickeln gilt. Man spricht dabei von der Seed-Phase, womit sich Inkubatoren früher als klassische Venture Capital Unternehmen und oft auch Business Angel beteiligen, die oft erst in der Start-up-Phase einsteigen.

Die Investitionshöhe liegt bei einem Inkubator in der Regel zwischen 100.000 € und 1 Mio. € in der ersten Finanzierungsrunde, ist aber von Inkubator zu Inkubator unterschiedlich. Natürlich ist der Geschäftsanteil, den ein Gründer an den Inkubator abtreten muss, in der Regel höher als bei einer bloßen Venture Capital Beteiligung. Aber die Erfolgsaussichten sind durch die operative Unterstützung des Inkubators ebenfalls ungleich höher.

Die meisten Inkubatoren investieren nicht mehr nur ihr eigenes Kapital, sondern sammeln mittlerweile sehr erfolgreich Drittgelder ein. So beteiligen sich klassische Venture Capital Firmen, vermögende Familienunternehmen oder auch Konzerne an den einschlägigen Internet Inkubatoren, als reine Geldgeber aber auch als Co-Investoren. Damit minimieren die klassischen Venture Capital Unternehmen ihr unternehmerisches Risiko erheblich. Konzerne suchen auf diese Weise die Nähe zur Start-up-Szene und deren Innovationen.

Inkubatoren für Start-ups in Deutschland

Zu den sicherlich bekanntesten Inkubatoren zählte einst Rocket Internet aus Berlin, ein Inkubator der bekannten Samwer-Brüder, der sich mittlerweile zum Company Builder gewandelt hat. Aber auch der SpreadShirt Gründer Lukas Gadowski mit seinem Team Europe hat einen Inkubator gestartet, der sich auch immer mehr Richtung Company Builder entwickelt. Der Inkubator Team Europe bietet talentierten Gründern die Möglichkeit den Weg in die Selbstständigkeit auch ohne eigene Geschäftsidee. Und für die klassische Form der Beteiligung mit dem Full-Service-Infrastruktur-Ansatz steht der Inkubator Point Nine Capital, der ebenfalls von Gadowski mit ins Leben gerufen wurde.

Darüber hinaus ist hub:raum ein bekannter Inkubator, der von der Deutschen Telekom betrieben wird und auch ein Accelerator-Programm anbietet. Auch die Commerzbank sucht die Nähe zu innovativen Geschäftsideen und hat mit dem main incubator einen Inkubator mit Fokus auf FinTech eröffnet. Weitere in Deutschland aktive Inkubatoren sind:

Den passenden Inkubator finden

Um den passenden Inkubator für Ihr Start-up zu finden sollten Sie sich folgende Aspekte bei den Inkubatoren genauer anschauen:

  • In welche Branchen und Geschäftsmodell investiert der Inkubator?
  • Wie hoch ist die Finanzierung durch den Inkubator in der ersten Runde?
  • Mit welchen Leistungen unterstützt mich der Inkubator konkret?
  • Welches Team steht hinter dem Inkubator und können Sie sich vorstellen eng mit den Personen zusammenzuarbeiten?
  • Welche Unternehmen finden Sie im Portfolio - passt Ihr Start-up dazu?

Sprechen Sie auch ruhig mit Start-ups und Unternehmen, an denen der Inkubator bereits beteiligt gewesen ist über die Erfahrungen in der Zusammenarbeit. Denn neben den reinen formalen Konditionen entscheidet auch die persönliche Ebene über den Erfolg oder Misserfolg in der Kooperation mit dem Inkubator.

Autor: Für-Gründer.de Redaktion

René Klein verantwortet als Chefredakteur seit über 10 Jahren die Inhalte auf dem Portal und aller Publikationen von Für-Gründer.de. Er ist regelmäßig Gesprächspartner in anderen Medien und verfasst zahlreiche externe Fachbeiträge zu Gründungsthemen. Vor seiner Zeit als Chefredakteur und Mitgründer von Für-Gründer.de hat er börsennotierte Unternehmen im Bereich Finanzmarktkommunikation beraten.